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GIPFEL DER VÖLKER: ¨KÄMPFE UND KAMPAGNEN¨

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Heute Freitag den 22.Juni ging in Rio der Gipfel der Völker zu Ende. Nach der gestrigen inhaltlichen Festlegung, ging es nun um die kommenden - gemeinsamen - Kämpfe und Kampagnen.

Es machten sich schon ziemliche Ermüdungserscheinungen bemerkbar - immerhin tagt der Alternativgipfel bereits seit Freitag den 15.Juni. Die Schluss-Assambleia, deren Beginn für 10h vorgesehen war, startete schliesslich um 11,30h. War der Versammlungsort gestern mit über 1.000 Personen gerammelt voll, gab es heute - zu Beginn - etwa 500 TeilnehmerInnen.

Die Assambleia begann damit, dass sich etliche Delegationen mit ihren Fahnen, Plakaten und Transparenten vor der Hauptbuehne aufstellten. Einer Frau mit der Fahne Paraguays liefen die Traenen über die Wangen - wegen des drohenden Absetzungs-Verfahrens gegen den Präsidenten Fernando Lugo, worin von vielen der Versuch eines Staatsstreichs gesehen wird.

Der bekannte Umweltaktivist Tom Kucharz stellte schliesslich gemeinsam mit einer Frau aus Brasilien die vorgesehenen ¨Kämpfe und Kampagnen¨ vor. Bei ihnen handelt es sich um Vorschläge aus den 5 grossen Themenbereichen des Gipfels der Völker. Die Vorschlage reichen von allgemeinen Themen, wie ¨Gegen die Kommerzialisierung des Lebens¨, über Forderungen wie ¨Überführung der Banken in öffentliches Eigentum unter demokratischer Kontrolle¨ bis hin zu konkreten Fragen wie ¨Gegen das Monster-Staudamm-Projekt Belo Monte¨.

Es war offenkundig, dass die blosse Auflistung möglicher Tätigkeitsbereiche noch keine kollektive Kampagnenfähigkeit darstellt. Es gab daher Bemühungen - etwa in Gesprächen mit Pablo Solon, dem Hauptorganisator des Alternativgipfels in Cochabamba 2010 - einige wenige, allgenmein verbindliche Schwerpunkte auszuwählen und auf ihrer Basis regionale und globale Aktivitäten (z.B. ¨Aktionstage¨) festzulegen -etwa bis hin zum Weltsozialforum in Tunesien im Juni 2013. Ob diese Bemüheungen von Erfolg gekrönt waren, war beim Verfassen dieser Zeilen nicht absehbar, da die Debatten noch im Gange waren. Ich werde daher - wahrscheinlich erst morgen - nochmals kurz zur Feder greifen müssen...

Hermann Dworczak (Aktivist im Austrian Social Forum/ASF; 0043/ 676 / 972 31 10)

 

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