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Aktuelles


Rezension: Die unnatürliche Wissenschaft - Soziologische Freud-Lektüren

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Helmut Dahmer verweist in seinem neuesten Buch - einmal mehr - auf den spezifischen Charakter der Psychoanalyse, die es nicht mit "Objekten" zu tun hat. Und er schildert in bündiger und beeindruckender Weise das - tragische - Schicksal der auf der Freudschen Theorie aufbauenden "Bewegung".

Die Psychonalyse hat eine Art Sonder-Status. Sie ist keine Naturwissenschaft, vielmehr der Prototyp einer krtischen Sozialwissennschaft. Selbst Freud war sich nicht (ganz) über das Spezifikum seiner Schöpfung im klaren bzw. versuchte es - aus taktischen Gründen (auch vor sich selbst!) - zu verbergen. In der Psychoanalyse steckt-heute wie damals- eine gewaltige Sprengkraft: weil sie den Horizont öffnet für ein befreites Leben ohne - historisch unnötigen - Zwang und Versagung.

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 14. Mai 2012 um 19:23 Uhr
 

Griechenland: Alexis Tsipras (Syriza) mit Regierungsbildung beauftragt

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Alexis Tsipras, SYRIZA (kommunisten.de)

Alexis Tsipras, SYRIZA (kommunisten.de)

Nachdem Antonis Samaras von der konservativen Neuen Demokratie (ND) bereits am Montag vor der Aufgabe kapituliert hat, wurde gestern Mittag der Vorsitzende des Wahlbündnisses der Radikalen Linken SYRIZA, Alexis Tsipras, mit der Regierungsbildung beauftragt. Er hat 72 Stunden Zeit, eine Regierungsmehrheit zu finden. Tsipras verkündete unmittelbar danach (Anlage), dass er eine Linksregierung anstrebt, die "mit der Rückendeckung des Volkes" die internationalen Absprachen aufkündigen soll und "den für unser Land vorgezeichneten Weg in die Armut stoppt". Den Vorschlag des Griechischen Unternehmerverbandes, gemeinsam mit PASOK und ND eine Regierung der "Nationalen Rettung" zu bilden, wies er umgehend zurück, denn bei diesem Vorschlag handele es sich nicht um die Rettung der Nation, sondern um die Rettung des Memorandums.

 

Blockupy und die aktuelle Lage in Griechenland

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von Stephan Lindner, Mitglied im bundesweiten Koordinierungskreis von Attac Deutschland

Geht es nach der Stadt Frankfurt, ist Demokratie entbehrlich. Lautstarker Protest gegen menschenverachtende Politik wäre einfach verboten. Egal ob ein Konzert von Konstantin Wecker, eine Mahnwache der Ordensleute für den Frieden, eine Diskussion besorgter Menschen über die Krise, eine internationale Großdemonstration oder das Besetzen von Straßen und Plätzen nach dem Vorbild von Occupy Wallstreet – nichts davon dürfte stattfinden. Noch ist es zwar wahrscheinlich möglich, diese Rechte vor Gericht zu erstreiten, das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der damit verbundene Demokratieabbau derzeit ein weltweites Phänomen ist.

Als am 3. Mai die Europäische Zentralbank im spanischen Barcelona tagte, setzte die spanische Regierung kurzerhand das Schengen-Abkommen außer Kraft. Dutzenden Menschen wurde die Einreise nach Spanien verweigert und 8.000 Polizisten machten aus Barcelona „eine Art Schaufenster für Uniformen, Waffen, Helikopter und Polizeiwagen“ wie die FTD aus El Pais zitiert.1 Dabei hatte die spanische Bewegung auf Grund der zeitlichen Nähe zum 12. Mai nicht einmal größere Aktionen geplant. Telepolis berichtete vor kurzem, dass die spanische Regierung die Strafgesetze so verschärfen will, dass Aufrufe im Internet oder anderen Medien zu Protesten, die „ernsthaft den öffentlichen Frieden stören“ könnten, wie es auch Blockupy vorgeworfen wird, als
Bildung einer kriminellen Vereinigung gewertet werden könnten. „Dann drohen Haftstrafen von
mindestens zwei Jahren, um sofort Untersuchungshaft verhängen zu können. Verhindert werden soll
damit auch, dass die Strafen zur Bewährung ausgesetzt werden.“2

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. Mai 2012 um 22:23 Uhr
 

Walden Bello: "Reformvorschriften der Banken für Griechenland härter als für Entwicklungsländer"

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Banken hätten den Griechen "Kredite nachgeschmissen". Die Schulden erinnern Globalisierungskritiker Walden Bello ein wenig an jene von Diktatoren

Wien - Walden Bello, Träger des alternativen Nobelpreises und Globalisierungskritiker, fühlt sich bei Reisen nach Europa "an das Thailand des Jahres 1998/99 erinnert". Die Schuldenkrise in Europa erinnere ihn an die asiatische Finanzkrise des vorvergangenen Jahrzehnts und die Vorschriften, die den Griechen gemacht würden, "sind manchmal härter als die Reformen, die man Entwicklungsländern auferlegt hat", sagte der philippinische Politiker am Donnerstag bei einem Besuch in Wien.

 


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