Am gestrigen Mittwoch, 2. Juni fand in Innsbruck, Franziskanerplatz, eine spontan organisierte linke Kundgebung statt. Etwa 60 TeilnehmerInnne protestierten gegen die israelische Piraterie gegen die Gaza-Solidaritätsflotte. Sie forderten die sofortige Freilassung aller AktivistitInnen, die Herausgabe der geraubten Hilfsgüter und Schiffe, die Ersetzung des Schadens, eine unabhängige internationale Untersuchung des Überfalles und die sofortige Beendigung der Blockade gegen GAZA.
Drei Ansprachen auf deutsch und englisch wiesen auf die Zerstörungen und die unerträgliche Situation in Gaza hin, aber auch auf die Unterstützung Israels durch EU und USA - trotz gelegentlicher verbaler Distanzierungen. Unter anderem bekam Israel von der EU einen ökonomischen Status, der dem eines Mitgliedslandes entspricht. Weiters wurde auf die Geschichte Gaza´s (Flüchtlinge seit 1948, der Staatsgründung Israels) und auf die unerträgliche Situation in der Westbank mit der systematische Zerstückelung der palästinensischen Gebiete durch Checkpoint-, Siedler- und Mauersystem hingewiesen.
Als Schlussfolgerung zogen die KundgebungsteilnehmerInnen die Notwendigkeit, den Druck auf Israel durch Regierungen und EU zu erhöhen und effektive Sanktionen zu verhängen, solange die Menschenrechte und das Völkerrecht mit Füssen getreten werden. Weiters wurde auf den Aufruf des Weltsozialforum verwiesen, sich an der Kampagne für Boykott, Desinvestment und Sanktionen zu beteiligen.
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