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Klimawandel

Japans Nuklearsklaven - Das furchtbare Geheimnis der Atomkraftwerksbetreiber

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von David Jiménez

Japanische Unternehmen stellen seit Jahrzehnten Bedürftige ein, um Atomanlagen zu reinigen. Viele sterben an Krebs. Im Jahr 2003 schrieb David Jiménez über diesen unglaublichen Skandal den nachstehenden Artikel für die Zeitschrift Crónica, die Sonntagsbeilage von El mundo, der zweitgrößten spanischen Tageszeitung. Leider hat er an Aktualität nichts eingebüßt.

 

Mit den Konzernen geht der Atomausstieg nicht

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Energie, vor allem die Netze, gehören als Non-Profit-Unternehmen in öffentliches Eigentum.

von Angela Klein

Wenn Kanzlerin Merkel davon spricht, der Ausstieg aus der Atomenergie müsse und werde im gesellschaftlichen Konsens erfolgen, dann meint sie, dem Ausstieg müssten auch diejenigen zustimmen können, denen perspektivisch eine sehr lukrative Profitquelle genommen wird. So wird das aber nichts, da hat Guido Westerwelle Recht: Wenn man den Teich stilllegen will, darf man die Frösche nicht fragen. Die Energiekonzerne haben bereits zum Gegenschlag ausgeholt. RWE hat gegen das Moratorium Klage eingereicht (stellvertretend für die großen Vier), Begründung: Der Konzern habe zu allererst «die Interessen der Aktionäre (zu) schützen» – nicht etwa die Gesundheit der Bevölkerung. Hans-Peter Villis zog Mitte April nach: «Ich bin als Chef von EnBW verpflichtet, das Vermögen der Gesellschaft zu schützen» (Süddeutsche Zeitung, 16./17.4.). Der baden-württembergische Energieversorger erzeugt zu 51% Atomstrom.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 14. Juni 2011 um 18:18 Uhr
 

Fukushima beweist: keine Atomenergie ohne Katastrophe

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von Daniel Tanuro (belgischer Ökosozialist)

Es ist eingetreten, was eintreten musste: ein weiterer schwerer atomarer „Unfall“. Zu dem Zeitpunkt, an dem diese Zeilen geschrieben werden, steht noch nicht fest, dass er die Dimensionen einer Katastrophe ähnlich wie der in Tschernobyl annehmen wird, aber die Dinge scheinen sich leider in diese Richtung zu entwickeln. Ob es nun eine Katastrophe von großem Umfang gibt oder nicht, es hat sich einmal mehr erwiesen, dass diese Technik nicht hundertprozentig sicher sein kann. Die Risiken sind dermaßen entsetzlich, dass die Schlussfolgerung auf der Hand liegt: Ein Ausstieg aus der Atomenergie ist dringend geboten, und zwar so schnell wie möglich. Das ist die erste Lehre, die aus Fukushima zu ziehen ist, deren Umsetzung wirft aber absolut fundamentale soziale und politische Fragen auf, die eine ernsthafte gesellschaftliche Debatte und eine Alternative zur kapitalistischen Zivilisation mit unbegrenztem Wachstum notwendig machen.

 

Wann, wenn nicht jetzt? Lehren aus der Atomkatastrophe in Japan.

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Von Wolfgang Pomrehn

Gleich sechs Reaktoren sind in Japan außer Kontrolle geraten. Betreiber und japanische Behörden informieren nur spärlich und widersprüchlich, aber mit großer Wahrscheinlichkeit ist bereits in zwei Meilern die Kernschmelze eingetreten. Wir kennen das: Täuschen, Verschweigen, Abwiegeln und Untertreiben gehören überall auf der Welt zum Geschäft der Atomwirtschaft und ihrer Freunde in den Regierungen. Das ist die Kehrseite einer gefährlichen Technik, die Furcht und Schrecken verbreitet, aber ein überaus lohnendes Geschäft für ihre Besitzer ist.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 13. März 2011 um 23:07 Uhr
 

Super-GAU im AKW Fukushima "Die Kernschmelze ist nicht mehr zu stoppen, wenn ..."

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Süddeutsche Zeitung, 12.03.2011, 16:14 Von Christopher Schrader

Die schrecklichen Auswirkungen des Erdbebens und des nachfolgenden Tsunamis rücken angesichts der atomaren Bedrohung fast in den Hintergrund. Japan - und der Welt - droht ein atomarer Super-GAU. Doch die Behörden spielen Verstecken. Wissenschaftler erinnert das an die Informationspolitik nach Tschernobyl.

 


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