4.12.2010: Fast eine Woche dauert hier in Cancun bereits der offizielle UNO-Klimagipfel COP 16. Weiter gegangen ist bis jetzt nichts. Nun wird es selbst den Vereinten Nationen zu bunt. Deren Verantwortliche für Fragen des Klimawandels, Christiana Figueres, kritisierte in aller Offenheit den bisherigen schleppenden Verhandlungsprozess und unterstrich. "Nur irgendein Abkommen reicht nicht aus".
Für den mexikanischen Präsidenten Felipe Calderon und seine US-freundliche PAN-Regierung ist der Klimagipfel vor allem eine Show. Eine Show um von seiner extrem schlechten performance abzulenken: vom rein militaristisch geführten Kampf gegen die Drogenbosse, der jährlich tausende Tote fordert und so - nach allen ExpertInnenmeinungen - nicht gewonnen werden kann; von seiner katastrophalen Sozialpolitik - die jüngsten offiziellen Daten zeigen, dass die Zahl der Armen in Mexiko in einem Jahr von 31 auf 34 Prozent gestiegen ist; und last but not least der brutalen Umweltpolitik, die - wie Greenpeace ausführt - ungebrochen auf die Gewinnung fossiler Brennstoffe setzt.






